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  Schwimmerventile - Know How
  Niveauregler und Schwimmerventile regeln den Flüssigkeitsstand in einem Behälter.

Niveauregler oder Schwimmerventil
Verwenden Sie einen Niveauregler mit Kammer für den Schwimmer, wenn der Schwimmer nicht im Behälter angebracht werden kann. Er wird in die Rohrleitung eingebaut und über Ausgleichsleitungen mit dem Behälter verbunden. Schwimmerventile sind ungekammert. Der Schwimmer liegt immer im Behälter.

Zufluß und Abfluß
Zuflußventile (Kennbuchstabe “Z”) schließen bei steigendem Schwimmer und verhindern eine Überfüllung. Abflußventile (Kennbuchstabe “A”) schließen bei sinkendem Schwimmer und sorgen dafür, daß ein Mindestniveau nicht unterschritten wird.

Anordnung eines Schwimmerventils
Behältereinbauventile werden mit dem Schwimmer im Behälter montiert. Behälteranbauventile werden an die Behälteraußenwan-
dung geflanscht. Rohrleitungseinbauventile werden in das Zu/Ablaufrohr eingebaut. Der Schwimmerhebel ragt in den Behälter oder die Schwimmerkraft wird über Seilzug übertragen.

Durchflußrichtung eines Schwimmerventils
Die Durchflußrichtung bestimmt die Anordnung und Art des Schwimmerhebels:
- waagerecht, Fließrichtung zum oder aus dem Behälter
  (Kennbuchstabe “w”)
- senkrecht, Fließrichtung von unten nach oben
  (Kennbuchstabe “o”)
- senkrecht, Fließrichtung von oben nach unten
  (Kennbuchstabe “u”)

Auswahl von Ventiltyp und Nennweite
Zur Auswahl des Ventiltyps und zur Festlegung der Nennweite errechnen Sie zunächst mit dem größten Durchsatz und dem kleinsten Differenzdruck Δp die Betriebsleistungs-Kenngröße, den Kv-Wert. Wählen Sie ein Ventil mit einer Ventilkenngröße, dem Kvs-Wert, der mindestens 30% größer ist als der errechnete Kv-Wert.

Auswahl des Arbeitsdruckbereiches
Ihr maximaler Betriebsdruck muß innerhalb des Arbeitsdruckbereiches liegen, sonst öffnet bzw. schließt sich das Schwimmerventil nicht.

Behälterinnendruck
Prüfen Sie, ob der Behälter, in den der Schwimmer eingebaut wird, drucklos ist. Falls Innendruck herrscht, muß ein entsprechend druckfester Kugelschwimmer eingesetzt werden. Mantelschwimmer dürfen nur in drucklose Behälter eingebaut werden.

Temperatur
Ist das Ventil für Temperaturen über 80°C oder eine andere Flüssigkeit als Wasser vorgesehen, muß die Beständigkeit der Elastomere überprüft werden. Für Kohlenwasserstoffe zum Beispiel erhalten die Ventile Elastomere aus FPM, für höhere Temperaturen aus EPDM, ggf. auch eine metallische Kegeldichtung.

Anpassung des Schwimmers
Schwimmerventile werden standardmäßig für Medien mit einer Dichte wie Wasser ausgelegt. Durch andere Schwimmergeometrie, Füllung des Schwimmers oder Änderung des Arbeitsdruckbereiches lassen sie sich werksseitig an Medien mit anderen Dichten anpassen.

Entlastung und Doppelsitz
Einsitzige nicht entlastete Schwimmerventile werden für niedrige Drücke verwendet. Sie sind gegen Verschmutzung und Ablagerungen verhältnismäßig unempfindlich.
Einsitzige entlastete Ventile sind für höhere Druckgefälle verwendbar und arbeiten mit kleineren Schwimmern.
Doppelsitzventile sind für hohe Durchsätze besonders geeignet.

Überfüllsicherungen
Eine Besonderheit sind die PTB-zugelassenen Überfüllsicherungen 36S und 36SF. Dies sind mechanische Sicherheitseinrichtungen für brennbare Flüssigkeiten.

Sitzdichtheit
Niveauregler und Schwimmerventile sind Regelventile, bei denen kein absolut dichter Abschluß vorgeschrieben ist (VDI/VDE-Richtlinie 2174). Für sicheren dichten Abschluß müssen Absperrarmaturen verwendet werden. Normalerweise werden unsere Ventile dichtschließend ausgeliefert. Im Betrieb führen Feststoffpartikel (Sand, Schweißperlen etc.) oft zu Beschädigungen und Sitzleckagen. Auf erhöhte Sitzdichtheit muß bei Bestellung ausdrücklich hingewiesen werden. Durch besondere Maßnahmen wie z. B. Läppen des Sitzes, besondere Kegeldichtungen und größere Schließkraft durch Änderung der Hebelgeometrie oder Vergrößerung des Schwimmers kann die Dichtheit wesentlich verbessert werden.

Einstellbare Füllhöhe
Bei Ventilen mit Schwimmerstangen und Schwimmern mit Innenrohr kann die Füllhöhe im Behälter durch Verschieben des Schwimmers auf der Schwimmerstange eingestellt werden.

Schwimmerstangenführung
Für Schwimmerstangen muß im Behälter eine Führung vorgesehen werden, damit der Schwimmer nicht pendelt. Schwimmerventile mit Parallelführung oder Sonderausführungen mit oben liegendem Schwimmer arbeiten ohne Schwimmerstangenführung.

Betrieb
Vergewissern Sie sich, daß im System keine Druckstöße oder Wasserschläge auftreten, die den Schwimmer zerstören können. Bei schäumenden Medien mit dadurch verringertem spezifischen Gewicht kann ein Schwimmerventil nicht zuverlässig funktionieren (Beruhigungsstrecken vorsehen).

Wartung
Schwimmerventile und Niveauregler müssen regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Das gilt besonders für Ventile, die selten betätigt werden, z.B. in Sprinkleranlagen. Gründliche Reinigung ist wichtig bei Flüssigkeiten mit Bestandteilen, die sich leicht ablagern (z.B. Eisen, Kalk, Schwebestoffe usw.). Mitgeführter Schwemmsand und schmirgelnde Bestandteile können schnell zu Verschleiß führen. Fragen Sie nach Sonderausführungen.

Öl- und fett- bzw silikonfreie Geräte
Bitte bei Nachbestellungen und Einbau von Ersatz- und Verschleißteilen unbedingt auf die Öl- und Fett- bzw. Silikonfreiheit achten.

Beachten Sie stets unsere Betriebsanleitung!

Bei extremen Betriebsbedingungen und in allen Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte durch unseren Techniker beraten.
Schwimmervwentil NV 66e Einbau Behältereinbauventil
Behältereinbauventil


Einbau Behälteranbauventil
Behälteranbauventil


Einbau Rohrleitungsventil
Rohrleitungsventil


möglicher Arbeitsdruck Dichtungen Überfüllsicherung Parallelführung Wartung




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